Schülerstation – Fazit der Auszubildenden

In den letzten zwei Blogbeiträgen hat unsere Auszubildende Lisa-Marie bereits über Ihre Erfahrungen während der Schülerstation berichtet.
Am 06. März endete nun die Schülerstation nach vier Wochen. Was haben unsere Auszubildenden erlebt, wie fällt das Fazit aus? Antworten auf diese und weitere Fragen lest ihr hier.

Vier Wochen lang lag die Verantwortung für einen ganzen Wohnbereich mit allen Bewohnerinnen und Bewohnern bei den insgesamt 25 teilnehmenden Auszubildenden. Pflegerische Versorgung, Terminkoordination, Dienstplangestaltung, Gespräche mit Angehörigen, Aktivitäten für die Bewohnerinnen und Bewohner koordinieren und durchführen – die Verantwortung war groß.

Herausforderung Schülerstation

Frau Meyer-Wilmes, zuständig für den theoretischen Teil der Ausbildung, stand während der Schülerstation den Auszubildenden mit Rat und Tat zur Seite. „Die Schüler hatten im Rahmen der Schülerstation die Möglichkeit, Theorie und Praxis miteinander zu verbinden. Da ich von der Lazarus-Schule komme, konnte ich ihnen gezielt die theoretischen Inhalte vermitteln, die sie in der Praxis umgesetzt haben“, beschreibt Meyer-Wilmes ihre Eindrücke.

Die Auszubildenden hatten die Chance, immer wieder Fragen zu stellen und Vorschläge von Frau Meyer-Wilmes umzusetzen. „Am Anfang waren es den Schülern nicht ganz klar, ob und wie sie es wirklich nutzen können, aber später haben sie angefangen, gezielte Fragen zu stellen. In diesen Momenten habe ich gemerkt, jetzt haben sie sich mit dem Bewohner auseinandergesetzt und verstanden, wie sie das theoretische Wissen einsetzen können. Das fand ich super schön“, sagt Meyer-Wilmes und ist stolz auf ihre Auszubildenden.

Das sagen die Auszubildenden zur Schülerstation

Lisa-Marie
„Es war eine schöne Zeit, einfach auch mal etwas Neues kennenzulernen, auch wenn es ein ungünstiger Zeitpunkt vor den Prüfungen war. Alle waren mit den Gedanken woanders, aber mir hat es Spaß gemacht und ich habe viele neue Bewohner kennen gelernt sowie andere Krankheitsbilder. Ich bin zufrieden mit meiner Arbeit. Ich habe eine gute Beurteilung erhalten und bin gespannt, was die zukünftigen Schüler über die Schülerstation berichten werden.“

Lisa-Marie während der Schülerstation mit einer Bewohnerin.

Ron
„Die Schülerstation fand ich ganz gut. Wir haben sehr viel gelernt. Besonders in der Behandlungspflege, beispielsweise wie man BTM (Betäubungsmittel) verteilt und Verbände anlegt. Außerdem haben wir neue Bewohnerinnen und Bewohner kennen gelernt.“

Roxana
„Ich arbeite bereits auf dem Wohnbereich, also kannte ich die Bewohner schon. Es war interessant, mit anderen Praxisanleitern zu arbeiten. Es kam extra jemand von der Berufsschule vorbei, damit wir etwas für die Prüfung lernen konnten. Positiv hervorzuheben ist, dass ich selbstständiger geworden bin, in Bezug auf die Medikamentengabe und die Übernahme der Leitungsfunktion auf dem Wohnbereich.“

Andrea
„Ich finde, die Schülerstation war eine gute Idee, weil wir uns unter anderem auch auf die Prüfung vorbereiten konnten. Am besten hat mir gefallen, dass mein Selbstbewusstsein durch die Schülerstation gestärkt wurde. Ich habe auch die Leitung des Wohnbereiches übernommen. Das war eine sehr interessante Erfahrung, weil dich jeder schief anschaut, wenn du versuchst Aufgaben zu delegieren oder Struktur reinzubringen. Das erfordert Durchsetzungsvermögen.“

Fazit und Abschlussfest

Es war schön zu sehen, wie sich die Auszubildenden in der Zeit der Schülerstation entwickelt haben. Daher machte es Sinn, dass die Schülerstation über vier Wochen ging. Die Auszubildenden brauchten erst einmal eine gewisse Zeit, die Bewohner kennenzulernen, sich mit den Bewohnern auseinanderzusetzen und im Laufe der Schülerstation davon zu profitieren. Die Entwicklung spiegelte sich auch in den teilweise sehr guten Ergebnissen der freiwilligen Probeprüfungen wieder.

Die Herausforderung für die Azubis war, den Sinn und Zweck der Schülerstation für sich zu nutzen. Ihnen war noch nicht so ganz richtig klar, wo ihre Defizite sind und wie sie diese in Stärken umwandeln können. Hier half die Unterstützung durch die Praxisanleiter und Frau Meyer-Wilmes, sich selbst zu reflektieren, Probleme zu erkennen und konkrete Fragen zu stellen.

Zum Abschluss gab es noch ein Fest, das die Auszubildenden für die Bewohnerinnen und Bewohner organisiert haben. Bei Musik und leckerem Essen ließen alle Beteiligten die vier Wochen nochmal revue passieren.

Vier Wochen lagen hinter dem Erlebnis Schülerstation. Zeit, über das Erlebte gemeinsam bei einem Abschlussfest nochmal zu sprechen und sich natürlich auch zu stärken.

Eins steht fest – die nächste Schülerstation ist schon in Planung. Wie findet ihr die Idee der Schülerstation? Sagt uns eure Meinung. Wir freuen uns auch auf Ideen und Anregungen.

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