Schülerstation – der Spätdienst beginnt!

Im letzten Beitrag habe ich euch schon ein wenig über die Schülerstation im BETHANIEN SOPHIENHAUS erzählt. Heute berichte ich über meinen ersten Spätdienst und ziehe eine erste Bilanz zur die Schülerstation.

Dienstübergabe – Der Spätdienst beginnt

Um 14:15 Uhr fand eine sehr ausführliche Übergabe vom Früh- in den Spätdienst statt. Das Büro füllte sich mit 14 Personen – Schülern sowie auch Anleitern. Die Dienstübergabe wird von Schüler zu Schüler übermittelt, natürlich schreiben sich auch Praxisanleiter das wesentliche mit, dennoch sind wir Azubis die Ansprechpartner im Fall aller Fälle.

Mir fiel sofort auf, dass ich solch eine lange Übergabe das letzte Mal am Anfang meiner Ausbildung mitmachte. Zu jedem Bewohner wurde etwas gesagt, um erst einmal ein Bild vor Augen zu bekommen, mit wem man es zu tun hat. Genau ab diesem Moment bemerkte ich, dass es ernst ist – wir Schüler übernehmen tatsächlich eine gesamte Wohnetage.

Mitten drin im Alltag

Meinen ersten Spätdienst hatte ich mit einer Schülerin aus meiner Berufsschulnachbarklasse und der Etagenleitung Frau Plum. Ich war so erleichtert, als sich die Etagenleitung vorstellte und sagte, sie habe mit uns Dienst.

Gemeinsam liefen wir zu dritt über die Wohnetage und bekamen zu jedem Bewohner eine Einweisung. Sie zeigte uns wie wir gemeinsam den Dienst gut überstehen, zeigte uns wo wir frische Handtücher und den Abwurfraum finden.

Ich bin keine Schichtleitung und das ist gut so

Ich selbst wurde zum Glück nicht in die Schichtleitung eingeteilt, dies übernahm glücklicherweise eine Schülerin aus meiner Klasse, die ihren Job sehr gut machte.

Ich lehnte es ab, da ich mich am erstem Tag nicht dazu bereit fühlte, die Schichtleitung zu übernehmen. Es ist doch sehr anspruchsvoll. In den kommenden Tagen werde ich wohl nicht drum herum kommen, diesen Posten auch einmal einzunehmen.

Die Vertrautheit mit den Bewohnern wächst

Die Bewohner sind alle sehr freundlich und nett, einige Bewohner stellten sich auch gleich mit ihren Vornamen vor. Sie haben mich auch gleich freundlich empfangen, als ich nach und nach ihre Zimmer betrat, um mich ebenfalls vorzustellen.

Einige Bewohner sagten mir, dass sie sich freuen nur von jungen Leuten umgeben zu sein. Und da bemerkte ich, dass auch ich mich wohlfühlen werde.

Vorbereitungen für die Nacht

In der Zeit nach der Übergabe, dem Rundgang mit der Etagenleitung, verging die Zeit sehr schnell und es war schon kurz nach 17 Uhr. Gleich am ersten Tag durfte ich allein mit der anderen Schülerin die Medikamente für den Abend und die Nacht vorbereiten.

Zuvor klärten wir mit Frau Plum die wichtigsten Medikamente und danach vertraute sie uns vollkommen und ließ uns für einen Moment allein. Ich fühlte mich bestätigt und gestärkt und machte meine Arbeit zuversichtlich, professionell und in Ruhe.

Gegen 18 Uhr verteilte ich gemeinsam mit Frau Plum die Medikamente und meine andere Kollegin lief mit dem Abendbrotswagen von Zimmer zu Zimmer.

Übergabe an die Nachtschicht

Gegen 19 Uhr gingen wir zu dritt durch die Zimmer und haben den Bewohnern, die Hilfe beim An-und Auskleiden benötigen, unsere Unterstützung angeboten und beim Zubettgehen begleitet. Am Abend, bevor der Nachtdienst (zwei Schüler und eine Praxisanleiterin) eintrafen, ging es an den PC um die Maßnahmen abzuhaken, die wir erledigt haben.

Später fand eine Übergabe vom Spät- in den Nachtdienst statt. Da wurde nochmal auf die wichtigsten Medikamente und weitere Besonderheiten aufmerksam gemacht. Gegen 21:30 Uhr durfte ich in meinen wohl verdienten Feierabend.

Erstes Fazit zur Schülerstation

Ich bin sehr zuversichtlich, dass es ein aufregendes Projekt wird. Bisher habe ich keinen Moment erlebt, bei dem wir Schüler aneinander geraten sind. Ich denke mit solchen Situationen müssen wir auch umgehen können, wie ein richtiges Team eben. Ich bin gespannt wie es die kommenden Wochen wird und freue mich auf eine schöne Zeit. 🙂

Ein Gedanke zu „Schülerstation – der Spätdienst beginnt!“

  1. Das klingt toll und sehr selbständig. Ich freu mich auf die nächste Schülerstation, vielleicht mal in Kreuzberg? : )

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