Lust auf eine warme Mahlzeit?

Heute berichten wir über einen typischen Arbeitstag von Melis, der 19-jährigen Auszubildenden aus der Küche der AGAPLESION BETHANIEN DIAKONIE in Berlin Steglitz. Melis befindet sich derzeit im 3. Ausbildungsjahr und die Abschlussprüfung rückt immer näher. Im November ist es endlich soweit, dann ist Melis keine Auszubildende mehr, sondern eine gelernte Köchin.

6.30 Uhr morgens im Bethanien Sophienhaus. Melis, ist schon da, hat bereits ihre Arbeitsklamotten an und steht in der Küche. „In der „warmen“ Küche werden die Mittagsgerichte für die Bewohner der Pflegeheime in Steglitz und Kreuzberg sowie für das Restaurant Mundgerecht und das Café Bethesda gekocht“, erklärt Melis. Die Vorbereitungen für das Mittagsmenü können beginnen, denn viel Zeit hat die Küche nicht.

In der sogenannten "warmen" Küche arbeitet Meli am liebsten.
In der sogenannten „warmen“ Küche arbeitet Meli am liebsten.

Pizza? Eine hervorragende Zubereitung…

Heute steht unter anderem auf der Extrakarte vom Restaurant Mundgerecht: Pizza-Spinat-dreierlei Käse. Diese Aufgabe übernimmt Melis mit funkelnden Augen. Zuerst knetet sie den Hefeteig, während der Teig aufgeht, hilft sie weiter mit in der „warmen Küche“. Als nächstes rollt sie den Teig aus und mischt die Tomatensoße. „Jetzt kommt das Beste“, freut sie sich, die Pizza wird endlich belegt! Verschiedene Käsesorten, Spinat drapiert sie auf der Pizza. Und zum Schluss wird die Pizza mit saftigen Cherrytomaten geschmückt. „Denn wie sagt man so schön? Das Auge isst mit!“, gibt Melis mit einem Lächeln zu verstehen. Während die Pizza nun im Ofen backt, stehen weitere Küchenarbeiten an. Besonders gefällt es ihr in der „warmen“ Küche zu arbeiten. „Backen ist nicht so mein Ding“, erklärt Melis.

Auch wenn backen Meli nicht so viel Spaß macht, beim Dekorieren hat sie immer ein Lächeln auf den Lippen.
Auch wenn Backen Meli nicht ganz so viel Spaß macht, beim Dekorieren hat sie immer ein Lächeln auf den Lippen.

Der Ablauf in der Küche ist genauestens geplant. Jeden Tag steht der Fahrer um punkt 10 Uhr vor der Tür und nimmt das Mittagsgericht mit nach Kreuzberg in das Bethanien Haus Bethesda. Nun werden die „À la Carte“ Gerichte und die Tagessuppe vorbereitet. Das Essen muss spätestens um 11:30 Uhr in die Essenswagen umgefüllt werden und zum Servieren für das Restaurant und für die Wohnetagen bereit stehen. Bis 14:30 Uhr erhält die Küche „Extraaufträge“. Oft auch wird auf Wunsch der Bewohnerinnen und Bewohner eine „Puddingsuppe“ als Nachtisch gekocht. Diesen Wunsch erfüllt Melis den Bewohnern gerne.

Die Bewohner sind satt und was steht jetzt an?

Auch das gehört zu Melis Aufgaben: "Salat putzen".
Auch das gehört zu Melis Aufgaben: „Salat putzen“.

Nachdem Mittagsgeschäft beginnt die Reinigung, alles muss blitz blank hinterlassen werden, denn am nächsten Morgen wird wieder mit dem Kochen losgelegt.

Gegen 15:00 Uhr wird alles etwas ruhiger. Melis sucht sich eine ruhige Ecke und füllt ihr Berichtsheft mit den Herausforderungen des Tages aus. „Die Kreativität meiner Arbeit gefällt mir sehr. Aber besonders Spaß macht es, wenn Veranstaltungen bevorstehen, weil ich dann Verantwortung übernehmen darf. Ich kann dann einige Gerichte zum vorgegebenen Zeitpunkt selbst zubereiten, das stärkt meine Ausdauer und ich lerne selbstständiger zu werden“, erzählt Melis.

Erschöpft aber auch glücklich packt die 19-jährige Auszubildende ihre Tasche und macht sich auf den Weg nach Hause. „Am meisten gefallen mir die Arbeitszeiten, denn Schichtarbeit gibt es hier nicht. Fast jeden Tag habe ich pünktlich um 15 Uhr Feierabend“, fügt Melis kurz bevor sie geht hinzu.

Im November hat Melis ihre Abschlussprüfung, deswegen besucht sie derzeit einmal in der Woche die Berufsschule und arbeitet vier Tage in der Woche in der Küche des AGAPLESION BETHANIEN SOPHIENHAUS.

Wir danken Melis für den Einblick in ihren Arbeitsalltag und wünschen ihr viel Erfolg für die bevorstehende Prüfung.

3 Gedanken zu „Lust auf eine warme Mahlzeit?“

  1. Es ist richtig spannend hier Eindrücke in die Anforderungen der verschiedenen Berufe gewinnen zu können. Ich danke Ihnen für Ihren Bericht Melis und drücke Ihnen für die Prüfung die Daumen!

  2. Liebe Melis, egal wann ich Ihnen begegne – Sie haben immer ein Lächeln auf den Lippen 🙂 , man sieht also , dass Sie wirklich Spaß an der Ausbildung haben.
    Ich schließe mich an und drücke Ihnen die Daumen für Ihre Prüfung !
    Liebe Grüße,

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